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Die Region Niederrhein, verkürzt auch der Niederrhein, ist eine an die Niederlande grenzende Region im Westen des Landes Nordrhein-Westfalen. Sie ist allerdings zu unterscheiden von dem gleichnamigen unteren Rheinabschnitt, zu dessen beiden Seiten sie sich erstreckt; der Flussabschnitt Niederrhein beginnt bereits weiter südöstlich an der Siegmündung. Auch die naturräumliche Definition des Niederrheins als nördlicher Teil der Niederrheinischen Bucht unterscheidet sich, weil dabei entgegen dem allgemeinen Sprachgebrauch auch Teile des zentralen Rheinlandes einbezogen werden, von derjenigen der Region Niederrhein.


Eine eindeutige geographische Abgrenzung des flachen eigentlichen Niederrheingebietes von den Nachbarlandschaften gibt es nicht. Das Niederrheingebiet bildet außerdem weder geologisch, historisch, politisch noch kulturell eine kontinuierliche Einheit.

Gelegentlich wird die Region Niederrhein definiert durch das, was sie nicht ist: Sie ist nicht identisch mit den angrenzenden Niederlanden, mit dem benachbarten Westfalen, mit dem im Südosten beginnenden Bergischen Land oder mit dem Norden der Eifel samt Villerücken im Süden. Teile des Niederrheins überlagern sich mit dem Ruhrgebiet, das jedoch nicht zu den historischen Landschaften zählt. Am ehesten lässt sich das Niederrheingebiet als das Land kennzeichnen, dessen Bewohner die (früheren) niederrheinischen , zum Niederländischen gehörenden, Mundarten sprechen.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Niederrhein_(Region)


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Kleve - neue Promenade

Veröffentlicht am 03.06.2010

Ärztehaus am Opschlag 

Veröffentlicht am 28.04.2013

Die Stadt Kleve am Niederrhein

Entstehung und Mittelalter


Kleve war Sitz der Grafen und Herzöge von Kleve. Der Name Kleve leitet sich ab von Mittelniederländisch clef, clif ‚Kliff, Klippe‘, dem steilen Hang des Burgberges, Endmoräne aus der Eiszeit. Keimzelle der Stadt ist die auf das 10. Jahrhundert zurückgehende Burg, neben der eine Siedlung entstand. 1092 wird der Name „Cleve“ erstmals urkundlich erwähnt.


Der Burg gegenüber, auf dem Heideberg, gründete Graf Dietrich VI. die Stadt Kleve. Die Stadtrechte verlieh er Kleve am 25. April 1242.


Das Recht zur Ratswahl erhielt die Stadt gegen Ende des 13. Jahrhunderts. Im 14. Jahrhundert kam es anlässlich der Verlegung des landesherrlichen Marienstifts von der Burg Monterberg nach Kleve zu einer erheblichen Stadterweiterung, der Gründung der Neustadt, dem Hagschen Viertel. Große Brände verwüsteten Kleve 1368 und 1528.


Frühe Neuzeit


Erheblichen Aufschwung nahm die Stadt dank der (Heirats-)Politik der Grafen von Kleve. Auf dem Konzil von Konstanz 1417 wurde Graf Adolf II. in den Herzogsstand erhoben. Seit der Vereinigung des Herzogtums Kleve, des Herzogtums Jülich, des Herzogtums Berg und der Grafschaften Mark und Ravensberg 1521 konkurrierte Kleve mit Düsseldorf als herzogliche Residenz. Die Vereinigten Herzogtümer umfassten im 16. Jahrhundert ein Gebiet, das – ausgenommen die Fürstbistümer Köln, Münster und Paderborn sowie der Grafschaft Lippe – ungefähr dem heutigen Nordrhein-Westfalen entspricht.


Nach dem Tod des kinderlosen Herzog Johann Wilhelm fielen die Territorien an das Kurfürstentum Brandenburg und Pfalz-Neuburg. 1614 erhielt Brandenburg Kleve, Mark und Ravensberg zur Verwaltung. Im 17. Jahrhundert behielt Kleve den Status einer brandenburgischen Residenzstadt (neben Berlin und Königsberg (Preußen)). 1647 wurde Johann Moritz von Nassau-Siegen als Statthalter in Kleve eingesetzt.


Er veranlasste den barocken Umbau der Schwanenburg. Als Residenz des Statthalters wurde der Prinzenhof errichtet, an den heute nur noch ein Straßenname erinnert. Die von ihm initiierten Parkanlagen und barocken Gärten rund um die Stadt haben solche Dimensionen, dass sie erheblichen Einfluss auf die europäische Gartengestaltung des 17. Jahrhunderts gewannen.


An die Zeit unter brandenburgischer Herrschaft erinnert eine Reiterstatue des Großen Kurfürsten vor dem Marstall. Friedrich Wilhelm (1620–1688) auf dem Platz vor der Schwanenburg. 1741 wurde die Mineralquelle am Springenberg entdeckt. Kleve wird Bad Cleve. Die Kuranlagen werden Mitte des 19. Jahrhunderts, der Blütezeit der Klever Kur, erheblich ausgebaut. Das ehemalige Kurhaus ist heute umgebaut zum Museum, dem Museum Kurhaus Kleve.


18. bis 20. Jahrhundert


1794 eroberten französische Revolutionstruppen die Stadt. Von 1798 bis 1814 war sie Sitz einer Arrondissementverwaltung im Département de la Roer der Französischen Republik bzw. des Kaiserreichs Frankreich. Durch den Wiener Kongress fiel sie 1815 wieder an Preußen, das den Regierungsbezirk Kleve als einen von 28 Regierungsbezirken in Preußen aufgrund der „Preußischen Verordnung wegen verbesserter Einrichtung der Provinzialbehörden“ vom 30. April 1815 neugründete. Am 22. April 1816 nahm die Verwaltung ihre Tätigkeit auf. Schon nach knapp sechs Jahren wurde der Klever Bezirk zum 22. Juni 1822 aufgelöst und mit dem Regierungsbezirk Düsseldorf vereinigt.


Am 23. April 1816 wurde der Kreis Kleve als einer von 29 Kreisen der Provinz Jülich-Kleve-Berg, der späteren Rheinprovinz, gebildet.


1914 versiegte die Mineralquelle und der Erste Weltkrieg brachte den Kurbetrieb vollends zum Erliegen; bis dahin durfte sich Kleve als Bad bezeichnen (Bad Cleve).


Nach Ende des Ersten Weltkrieges wurde Kleve von belgischen Truppen bis 1926 besetzt. An diese Zeit und die Ermordung eines Klever Bauern erinnert ein von Arno Breker geschaffenes Denkmal.


Während der Novemberpogrome am 9. und 10. November 1938 wurde in Kleve die Synagoge niedergebrannt. Am Standort der ehemaligen Synagoge erinnert heute ein genau ihrem Grundriss entsprechendes Denkmal an die ehemalige jüdische Gemeinde Kleves. Von der 1933 ungefähr 200 Mitglieder zählenden jüdischen Gemeinde wurden 50 Menschen während der Zeit des Nationalsozialismus ermordet.



Der zweite Weltkrieg


Am 7. Oktober 1944 galt Kleve der erste von zwei großen Bombenangriffen aus der Luft. Mehrfach hatten seit Kriegsanfang Einzel- oder Reihenwürfe die Stadt und ihre Außenbezirke getroffen, doch erst am 7. Oktober 1944 und am 7. Februar 1945 war Kleve das Ziel eines geplanten Städteangriffs zusammen mit der Nachbarstadt Emmerich. In den Nachmittagsstunden des 7. Oktobers gegen 13:40 Uhr griffen 335 englische Flugzeuge die Stadt an und warfen 1728 Tonnen Spreng- und 90 Zentner Brandbomben auf den Kern der Stadt. Zerstört wurde durch diesen Angriff primär das Zentrum, das Gebiet, das begrenzt wird durch die Lindenallee, Römerstraße, Gruftstraße, Tiergartenstraße und Kermisdahl.


Der nächtliche Angriff am 7. Februar 1945 verwüstete die bis dahin im Wesentlichen verschont gebliebene Oberstadt. Auf das Gebiet, das begrenzt wird durch Lindenallee, Nassauerallee, Königsallee und Bresserbergstraße, warfen 285 Bomber 1384 t Spreng- und 12,3 t Brandbomben. Die englischen Luftaufnahmen, die kurz nach diesem Angriff erstellt wurden, zeigen das Gebiet der Oberstadt als Kraterlandschaft. Die Altstadt mitsamt der Schwanenburg und ihren Kirchen war fast vollständig zerstört. Diese zwei Angriffe genügten, um die 700-jährige Stadt bis zu 80 Prozent zu zerstören und etwa 800 bis 1000 Menschen zu töten.


Infolge der beiden schweren Bombardierungen wurde Kleve stärker zerstört als jede andere deutsche Stadt vergleichbarer Größe. Tiefhängende Wolken und starker Regen verhinderten noch schlimmere Schäden.


Im Zuge der Eroberung des Niederrheins durch die Alliierten kam es um Kleve herum ab dem 7. Februar 1945 zu weiteren heftigen Bodenkämpfen. Im nahegelegenen Klever Reichswald fand die Schlacht im Reichswald statt. Bei diesen Kämpfen um die Stadt verloren mehr als 10.000 alliierte und deutsche Soldaten ihr Leben. Die alliierten Soldaten kamen aus Nijmegen und wollten über Kleve, Goch und Geldern über die heutigen Bundesstraßen 9 und 58 zur Stadt Wesel vorrücken, um dort einen Brückenkopf über den Rhein zu schlagen.


Auf dem deutschen Soldatenfriedhof in Donsbrüggen und dem Britischen Ehrenfriedhof im Reichswald ruhen die Toten dieser Kämpfe.


Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der heutige Stadtteil Reichswalde als Wohnort für Heimatvertriebene aus den früheren deutschen Ostgebieten gegründet.


Eingemeindungen


Die Stadt Kleve entstand in der heutigen Form am 1. Juli 1969 beim ersten kommunalen Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Die Gemeinde Materborn und die Gemeinden Donsbrüggen, Keeken, Rindern und Wardhausen des Amtes Rindern sowie die Gemeinden Brienen, Griethausen, Kellen, Salmorth und Warbeyen des Amtes Griethausen und die Gemeinde Reichswalde des Amtes Till wurden gemäß Gesetz zur Neugliederung des Landkreises Kleve mit der Stadt Kleve zusammengeschlossen.


Am 1. Januar 1975 wurde auf der Grundlage des Niederrhein-Gesetzes im Zuge des zweiten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen der Altkreis Kleve mit dem ehemaligen Kreis Geldern und Teilgebieten der Kreise Moers und Rees zum neuen niederrheinischen Großkreis Kleve zusammengefügt.


Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Kleve
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